In Aachen werden die Parks privatisiert.
December 19, 2005
Schon seit längerer Zeit plant die Aachen-Münchener–Generali Versicherung, ihren Gebäudekomplex auf dem Gelände des Alten Klinikums in Aachen auszuweiten, um ein neues Rechenzentrum dahin zu setzen. Von 110 000 Quadratmetern Grünfläche würden nur noch 20 000 übrig bleiben.
Diese Wiesen werden jedoch seit Jahren von den AnwohnerInnen als Parkanlage gepflegt und sind für die meisten als Naturreservoir, Naherholungsraum, Kinder- Spielplatz und kaum mehr wegzudenken. Eine Bebauung des städtischen Geländes wäre das Todesurteil für diesen Park. Deshalb haben sich AnwohnerInnen und NutzerInnen des Parks bereits vor einigen Monaten zusammengeschlossen, um gegen dies Pläne zu kämpfen und den Park zu erhalten. Im Zuge dieser Kampagne gab schon mehrere Protestaktionen und Veranstaltungen im Park, an denen sich auch die SAV beteiligt hat.
Jetzt hat sich die Situation weiter verschärft: das gesamte Gelände soll an die AMB-Generali verkauft werden. Natürlich argumentieren die Konzernbosse mit Arbeitsplätzen, geben aber selber zu, dass höchstens die alten Jobs erhalten bleiben und keine neuen entstehen werden. Außerdem wird sich in einem Rechenzentrum ziemlich viel mit der Frage beschäftigt, wie und wo man am Besten Leute rauswerfen und Arbeitsplätze vernichten kann. Sonst leistet diese Unternehmen auch keinen großen Beitrag für die Stadt Aachen: die AMB-Generali zahlt als Aachens größtes Unternehmen keinen Cent Steuern! Kein Wunder, dass sie sich ihre Bilanzen so clever nach unten rechnen könne, schließlich beteiligen sich am Firmennetzwerk der AMB-Generali einer der wohl dreistesten Großunternehmer Europas: Silvio Berlsuconi, und einer der korruptesten Abzocker von Staatsgeldern hierzulande: Helmut Kohl!
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